Ankunft in Burma

Unser Gepäck am Flughafen in Rangun, der früheren Hauptstadt von Burma, wird nicht durchsucht. Wir können einfach zur Ankunftshalle hinaus spazieren. Kaum treten wir aus dem Gebäude treten Schweissperlen auf die Stirn. Die Sonne brennt, die 40 Grad am Schatten wirken schon fast angenehm. Taxifahrern in Röcken, sogenannte Longyi, bestürmen uns. Einer fährt uns mit seinem uralten japanischen Auto in Zentrum. Die Autotüren sind nur noch ein Skelett, die Innenaustattung ist weg und ich muss am Gerüst ziehen, um die Türe zu schliessen.
Privates Gästehaus
Wir suchen uns ein kleines Gästehaus. Einige Hotels gehören der Regierung. Dort wollen wir nicht hin. Die privaten Gästehäuser brauchen eine Lizenz damit sie Ausländer aufnehmen dürfen. Mit dieser Lizen fliesst noch 12% unseres Geldes für das Zimmer zur Regierung. Die können wir nicht umgehen. Im kleinen “Golden Smile Inn” müssen wir uns mit Namen und Passnummer registrieren.
Erste Erkundungstour
Am Abend schlendern wir durch die Strassen Ranguns. Unser Blick richtet sich immer wieder auf den Boden, damit wir nicht in eines der vielen Löcher im Gehsteig fallen. Kleine Plastiktische mit Stühlen säumen den Strassenrand. In diesen Teashops treffen sich vor allem Männer um Tee zu trinken und Neuigkeiten auszutauschen. Man sagt, auch politische Themen würden hier diskutiert, wenn auch leise und zurückhaltend. Man weiss nie, ob nicht ein Spion im Longyi am Nebentisch sitzt.
Fühlen uns willkommen
Überall hören wir „Hello“. Auch hier gilt: „Schenkt man ein Lächeln, kommt eines zurück.“ Viele fragen, aus welchem Land wir kommen. Und unser Selbstvertrauen wird auch gleich noch gestärkt: “Your beautyful” rufen uns Männer und Frauen nach. Ein Burmese sagt zu mir: “Your husband is handsome.” An diesem Abend treffen wir keine anderen „Westler“.
Stromausfälle
Auf der Stadt liegt eine dunkle Decke. Der Strom des staatlichen Netzwerkes ist ausgefallen, was jeden Tag mehrmals geschieht – und das für Stunden. Trotzdem brennen Neonröhren und Glühbirnen in den Läden und Essständen, jedes Geschäft besitzt seinen eigenen Generator. Gekocht wir meistens auf Feuer oder Gas und die Internetcafes überbrücken die Löcher zwischen den Stromausfällen mit stetig surrenden Generatoren.

Multikultur in Rangun
Zu einer Art Markenzeichen der Burmesen gehören neben dem Longyi die vom Kautabak rot verfärbten Zähne. Bei den Frauen fällt vor allem dass spezielle Make up auf. Junge und Alte tragen eine weiss-goldige Bemalung aus Holzrinde im Gesicht, genannt Thanakha.
Die Bevölkerung ist sehr durchmischt. Wir sehen buddhistische Mönche mit roten Gewändern und islamische Frauen mit Kopftüchern. Inder führen Schmuckgeschäfte und andere kleine Shops und wollen unsere Dollars in Kyat wechseln. In Chinatown finden wir die „vertrauten“ Noodleshops.
Heisse Nächte
In der Nacht kühlt es auf 34 Grad ab. Unser Zimmer hat kein Fenster, das wir öffnen können. Die Klimaanlage läuft nur, wenn sie vom staatlichen Stromnetz gespeist wird. Läuft der Hotelgenerator, müssen wir uns mit dem Ventilator begnügen. Während der Nacht fällt der Strom mehrmals aus, nach Mitternacht stellt auch der Generator ab. Schweissgebatet liegen wir im Bett und hoffen, dass bald mindestens der Generator wieder läuft.


Ou ja, das mit em Hotel und de Stromusfäll und dene Temperature i de Nacht chunnt mir furchtbar bekannt vor… Glaub han i mim läbe no nie so viel gschwitzt wie damals (bi mir) in Indie…
Ja, das mit de Hitz und dem Strom/Generator/Ventilator-Uusfaell isch in New Guinea nid andersch. Mer chann denn eifach nid schloofe…
Bin froh, dass ihr bis jetzt ueberlaebt haend – passed wiiterhin guet uf oich uuf…
…und plötzlich bin ich so sehr froh in OL zu wohnen, wo wir
zwischen 10-20 Grad noch haben.
Wisst ihr noch, was es bedeutet, kalte Füsse zu haben?
Diesen Freude werdet ihr diesen Winter gar nicht erfahren..
much love to you both
@Riitta Die kalten Füsse hatte ich das letzte Mal in China, ist ungefähr vier Monate her, habe sie noch nicht vergessen;-) Unterdessen sind wir in einem etwas höher gelegenen Städchen und geniessen die angenehmen Temperaturen, ca. 26 Grad und in der Nacht schlüpfen wir sogar in den Seidenschlafsack und können den verpassten Schlaf wieder nachholen.
Ja, das mit de Hitz und dem Strom/Generator/Ventilator-Uusfaell isch in New Guinea nid andersch. Mer chann denn eifach nid schloofe…
Bin froh, dass ihr bis jetzt ueberlaebt haend – passed wiiterhin guet uf oich uuf…