Bomben in Yangon
Kleines Update aus Burma (Myanmar): uns geht es gut. Wir feiern das Water Festival hier in Mandalay – hoerten heute jedoch via TV (Al Jazeera) von den Bombenanschlaegen in der ehemaligen Hauptstadt Yangon, wo wir zuletzt einige Naechte verbrachten. Gemaess Angaben eines Spitals in Yangon sind mindestens 20 Menschen bei den Explosionen ums Leben gekommen – die Regierung behauptet, es seien 6 Todesfaelle gewesen. Man kann davon ausgehen, dass die hoehere Zahl realistischer ist.
An der Reception unseres Hotels hatten sie von den Anschlaegen noch nichts gehoert. Information verbreitet sich in diesem von der Militaerjunta regierten Land nur langsam. Man hat nur staatliche TV-Kanaele in Burmesisch, deutlich weniger Prozente der Bevoelkerung besitzen Mobiltelefone als beispielsweise in Kenia.
Beim spektakulaeren Water Festival versinkt die Stadt (in unserem Fall Mandalay) im Wasser – aus Strassen werden Fluesse – dies in der Trockenzeit bei ueber 40 Grad. Buehnen werden aufgebaut, mit jeweils bis zirka 100 Wasserschlaeuchen, um vorbeifahrende Fahrzeuge und deren Passagiere gruendlich zu durchtraenken. Keine Chance, undurchnaesst durch die Stadt zu gelangen. Auch nicht im Taxi. Extreme Menschenmassen blockieren die Strassen – ein einfaches Ziel fuer Bombenleger.
Eigentlich schade, mit Bad News zu starten. Wir erleben eine sehr eindrueckliche Zeit hier in diesem wunderschoenen Land mit den unglaublich herzlichen Einwohnern. Morgen geht’s wieder mit einer Familie auf ihrem Toyota-Pickup ans Water Festival, danach versuchen wir uns als Trishaw-Haendler und abends gehen wir an eine regierungskritische Auffuehrung der Moustache Brothers. Mehr Good News folgen bestimmt…


Keep your head down!