Herausforderung Visa

Eine eher komplizierte Angelegenheit bei einer solchen Reise finde ich das Einholen der Visas. Jedes Land hat andere Bestimmungen, andere Fristen und Preise.
Für unsere Reise von Basel mit Peking brauchen wir vier Visas: Ein Transitvisum für Weissrussland, und die Einreisepapiere für Russland, Mongolei und Peking.
Aufwand verkleinern
Der Antrag für Russland ist am kompliziertesten: Man muss die Gesuch persönlich auf der Botschaft in Bern abgeben und den Pass mit dem Visum auch wieder dort abholen. Sie ändern diese Bestimmungen zwar immer wieder, aber im Moment wird dieser Aufwand verlangt.
Bei den anderen Ländern kann das ganze auch über den Postweg abgewickelt werden, da man aber jedes mal den Pass einschicken muss, dauert es recht lange, bis man alle Visas beieinander hat.
Angesichts dieses Aufwandes haben wir uns für eine teurere, dafür einfachere Variante entschieden.
Visa Service Center
Wir schickten alle Formulare mit unseren Pässen der HRG, ein Visa Service Center in Bern. Zwei Tage später bekamen wir ein Mail, es fehlten noch Unterlagen. Die russische Botschaft wollte noch Kopien unserer Krankenversicherungen. Die Mongolen wünschten, dass wir die Formulare online ausfüllten, ausdrucken und dann erneut einreichen (die genau gleichen Formulare, die Mongolen müssen überzeugt sein, dass jeder Schweizer und jede Schweizerin ein Computer mit Internetanschluss hat).
Aufwand und Kosten
Nach vier Wochen lagen unsere Pässe mit allen Visas im Briefkasten, die Kosten wurden unserer Kreditkarte belastet. Normalerweise kostet ein Russland-Visum für eine einmalige Einreise 140 Franken, wir bezahlten 200 Franken. Wenn ich jedoch zweimal nach Bern reisen und im Geschäft frei nehmen muss, sind die 60 Franken günstiger als die Spesen.
Weiterreise
In Kambodscha, Laos und Thailand können Schweizer die Visas bei der Einreise kaufen. Um Einreisebewilligungen für Vietnam und Burma muss man sich jedoch vorher bemühen. Jetzt wäre es jedoch noch zu früh. Das Visum für Vietnam werden wir in einer grösseren Stadt in China besorgen und das burmesische voraussichtlich in Thailand. Wir hoffen natürlich, dass es auch dort so reibungslos klappt, auch ohne HRG. Extra Urlaub müssen wir dann auf jeden Fall nicht eingeben.


Wenn ich das nur schon lese wird mir anders. Ich hätte nie und nimmer die Nerven, sowas durch zu ziehen, ich würd’ nach dem ersten Bürokraten Amok laufen.
Mich fasziniert, mit wieviel Herzblut ihr dahinter geht. Hut ab!
Dass Ihr einen Visum-Service genutzt habt, war sicherlich eine gute Entscheidung. Auch wenn es etwas kostet, man erspart sich viel Zeit und Laufereien und hat einen Ansprechpartner, der sich auskennt. Das ist vor allem dann praktisch, wenns Probleme gibt. Auch ich habe einen Visum Kurier Service in Wien genutzt – sonst hätte ich persönlich bei den Botschaften in Wien vorsprechen müssen. Und das kostet viel Zeit und auch Geld, da Salzburg und Wien rund 300 Kilomter auseinander liegen…
Wenn wir die Visas selbst besorgt hätten, wären unsere Nerven vielleicht sehr strapaziert worden. Aber so war es nun recht einfach.
[...] selbst haben nicht überall die günstigste Variante gewählt – beispielsweise bei der Visabeschaffung und Transsib-Tickets – weil wir lieber einiges an Bürokratie abdelegiert hatten. Während oder [...]
[...] Visas für Weissrussland, Russland, Mongolei und China kosteten zusammen inkl. Gebühren für die Einholung ungefähr CHF 900 (für zwei Personen). [...]