“Only cash” gilt für ganz Burma

In Burma gibt es keinen einzigen Geldautomaten. Kreditkarten werden nur von wenigen Luxushotel in den grössten Städten akzeptiert. Wir müssen also Dollars in rauhen Mengen mitbringen. Wobei Dollar nicht gleich Dollar ist. Die Noten dürfen nicht geknickt, schmutzig, verschrieben, abgewetzt, älter als von 1996 oder von der Serie BC… sein, sonst wechselt Dir diese Noten weder ein Schwarzmarkthändler noch eine offizielle Wechselstube in die burmesische Währung Kyat.

Bereits auf der Burma Botschaft in Vientianne bekamen wir einen Vorgeschmack. Ich drückte der jungen Dame zwei frische 20 Dollarnoten in die Hand. Auf einer Note entdeckte sie eine von Druckerschärze verschmierte Eck. Sie wollte die Note nicht mir der Erklärung: „In Laos könnt ihr diese ohne Probleme gebrauchen, aber nicht in Myanmar.“
Als ich danach unsere Dollarnoten sortierte, waren die Hälfte davon nicht burma-tauglich. Die meisten, weil sie irgendwie verschrieben oder bemalt waren.

Jagd nach sauberen Dollarnoten
Ein Monat, zwei Personen und ein Flug, um aus Burma wieder heraus zu kommen, da kommt auch bei Budgetreisenden eine beachtliche Summe zusammen. Damit wir sicher genug haben, entschlossen wir uns, 3000 Dollar ins Gepäck zu nehmen. Diese mussten wir jedoch zuerst in Chian Mai besorgen.

Bei den ersten beiden Banken schauten sie uns mit offenen Mündern an: “3000 Bath?” – “Nein, US Dollars in Cash und nur saubere Noten.” 500 Dollar hatte eine Bank auf Lager, davon wäre vielleicht die Hälfte brauchbar gewesen. Wir ziehen weiter. Bei einem grösseren Unternehmen treffen wir auch auf mehr Cash. Die junge Dame hat mehr als 3000 in “ihrem Lager”. Aber die Geldausgabe ist beschränkt, 500 $ kann sie uns pro Kreditkarte geben. Mit Visa und Masterkarte schaffen wir es so auf 1000$ ohne Kratzer.

Die nächste Bank kann uns die amerikanische Währung nicht direkt verkaufen. Wir müssten thailändische Bath beziehen und diese in Dollar umtauschen. Bei der “Bangkok Bank” ist der Direktkauf wieder möglich. 12 saubere 100 Dollarnoten findet sie in ihrem Schrank. Fehlen uns noch 800 Dollar. Wir beziehen am Geldautomat 25′000 Bath und tauschen diese noch gegen Dollars.
In unserem Geldgürtel sind noch einige zerknitterte und bemalte Noten. Diese müssen wir gegen Bath eintauschen um nachher wieder saubere Dollars zu bekommen. Nennt man das Geld waschen? Wir haben dabei aber ein schlechtes Geschäft gemacht.

Burmesische Währung
Die einheimische Währung ist Kyat. Mit schönen Dollarnoten kann man diese im Land wechseln. 1000 Kyat entsprechen einem Dollar. Die Eintausend-Kyat-Note ist die Grösste. Kyat Noten im Wert von 3000 Dollar ergeben einen Stapel in der Höhe von ca. einem Meter.

Morgen erscheint noch ein Beitrag über Burma und Internet.

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Eine Antwort

  1. greyowl says:

    Dann seid Ihr ja Barmillionäre!

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