Shwegoda Paya – so nah wie möglich

Eines der Wunder von Burma ist die Shwegoda Pagoda in Rangun, ein Anbetungsort für Buddhisten. Ein Taxi bringt uns in die Nähe des Tempels. Wir wollen uns das Heiligtum so nah anschauen wie möglich, ohne den Eintritt von 5$ bezahlen zu müssen. Nicht weil das Geld uns reut, sondern weil dieser Eintritt zu 100% dem Militärregime zufliesst.
Undercover
Für die Buddhisten in Burma ist es das wichtigste Heiligtum im Land. Die Einheimischen dürfen gratis in die Pagoda. Uns wollen sie Tickets verkaufen. Saya sagte uns, sie würden auch Touristen aus Thailand erkennen, weil diese anders aussehen. „Einmal war ein indischer Freund zu Besuch, ich lieh ihm mein Longyi aus (Rock), so konnte er den Tempel ohne Ticket anschauen.“
So nah wie möglich
Uns würde kein Longyi und wohl auch kein Tschador etwas nützen. Aber wir wollen uns auch nicht ins Gebäude schmuggeln, sondern einfach so nah ran kommen wie legal möglich. Der Tempel steht auf einem Hügel, mehrere Wege führen hinauf zum vergoldeten Gipfel. Wir finden einen Treppenaufstieg ohne Kasse. Barfuss steigen die Stufen hoch, die Schuhe in unseren Händen. Auf der obersten Plattform werden wir bei einem kleinen Tickethaus abgefangen. Wir erklären, dass wir kein Ticket kaufen, aber gerne etwas hier sitzen möchten.
Ein freier Blick auf den Tempel
Wir lassen uns auf dem Marmorboden im Schneidersitz nieder, so dass unsere Füsse nicht gegen einen Buddha zeigen (was neben dem Schuhe ausziehen eine zweite wichtige Verhaltensregel in den buddhistischen Tempeln ist). Von hier aus können wir einen Blick auf die Stupas werfen. Echtes Gold verziehrt die vielen kleines Türmchen und die grosse Stupa in der Mitte. Wir schauen den Einheimischen zu, wie sie durch die Pagoda schlendern, sich vor den Statuen niederknien und beten.
Die tiefen Taschen der Regierung
Ein burmesischer Freund verrät uns später, dass letztes Jahr wieder mehr Touristen nach Burma gekommen seien, um die Shwegodan Paya zu sehen: „Es waren 100′000 Touristen, da könnt ihr Euch ausrechnen, was die Regierung daran verdient hat.“ Gerne wäre ich auch durch die Shwedagon Paya spaziert und hätte das goldene Wunder von allen Seiten bestaunt. Wer weiss, vielleicht komme ich wieder, wenn das Volk frei ist und von meinem Dollars fürs Ticket profitieren kann.


für mich würde es nur schon lohnen, das Shwedagon unter blauem Himmel zu sehen – als ich dort war regnete es in Strömen und wir mussten ständig aufpassen, dass wir auf dem nassen glatten Marmorboden nicht ausrutschten. Doch das Gold schimmerte auch im Regen schön
.
Wünsche euch weiterhin eine wertvolle Zeit in Burma!!
Liebs Grüessli us de früeligshafte Schwiiz.
Mirjam
Liebe Mirjam, wann und wie lange warst Du eigentlich hier? Und wo warst Du ueberall? Ist wirklich toll hier, wenn im Moment extrem heiss. Wir haben den heissesten Monat ausgesucht und auch die Einheimischen backen in dieser Hitze. Kamen heute zurueck nach Mandalay von Hsipaw.
@Judith… eigentich waren es nur knapp zwei Wochen. Wir kamen über Yangon ins Land und reisten dann per Bus nach Mandalay. Da wohnten wir in einem kleinen Hotel. Wir waren dann viel um und in Mandalay unterwegs, da hat es ja einiges zum sehen, z.B. die Brücke aus Teakholz, die aber nur zu Fuss begehbar ist. Ich war im Juli 2004 dort, und da regnete es häufig. Es war aber trotzdem ein feuchtheisses Vergnügen mit sonnigen Abschnitten
.
Wo ist Hsipaw? Vielleicht war ich sogar auch da, aber wir konnten ja einfach unserem burmesischn Freud vertrauen, was Namen und Reisen anging …
Hsipaw ist etwa 6 Busstunden von Mandalay entfernt, Richtung Osten. Noch 200 km entfernt von der chinesichen Grenze. Die Teak Brücke in Amarapour, erinnerte mich sehr an die Holzbrücke in Rapperswil:-)
Die Kompromisse wegen den tiefen Taschen der Regierung kommen mir bekannt vor…;)
Ich musste z.B. auf den Besuch des Potala in Lhasa verzichten, um nicht allle meine Werte zu verraten.
So what. Die Strasse zeigt ohnehin mehr als jedes Sightseeing-Teil.