Tempel von Angkor Wat

Bereits Ende des 16. Jahrhunderts berichteten Reisende von einer untergegangen Zivilisation im Dschungel von Kambodscha. Man wollte ihnen nicht recht glauben. Erst als 1860/61 der französische Naturwissenschaftler Henri Moulhot auf seiner Reise nach Laos auf die Ruinen von Angkor Wat stieg, erreichte die Botschaft einer geheimnisvollen alten Stadt in Kambodscha, die Zeitungen der Welt. Moulhot gab den Anstoss, die Ruinen zu erforschen.

Anziehungspunkt für Touristen
Heute reisen Menschen aus der ganzen Welt nach Kambodscha, um eines der grössten sakralen Gebäude der Welt zu bestaunen. Der Aufmarsch der Touristen ist riesig. Angkor Wat steht dabei symbolisch für viele andere Tempel und Ruinen, die zwischen dem 9. und 13. Jahrhundert in diesem Gebiet gebaut wurden. Der Tempel von Angkor Wat, ist das besterhaltene religiöse Bauwerk in Kambodscha. Über Jahrhunderte wurde es von Mönchen als buddhistisches Kloster genutzt und gepflegt.

Die Khmer-Könige liessen die Tempel aus Stein bauen. Ringsum baute das Volk Paläste und Häuser als Holz, denn nur die Götter durften in steinernen Gebäude wohnen. Die Dörfer rings um die Tempel sind deshalb längst zerfallen.

Besichtigung
Ein Tagespass für die Tempelanlagen kostet 20$, drei Tage 40$ und eine Woche 60$. Weil die verschiedenen Tempelanlagen über eine grosse Fläche zerstreut sind, braucht man ein Fahrzeug. Wir buchten jeweils ein Tuk Tuk mit seinem Fahrer. Für den ganzen Tag kostet das nochmals 15$.

Es lohnt sich am Morgen früh loszuziehen. Ab neun Uhr kommen die grossen japanischen und chinesischen Reisegruppen. Wenn sie ihre Erinnerungsfotos knipsen, gibt es in den Tempeln teilweise kein Durchkommen mehr. Der Andrang ist vor allem in Angkor Wat und im Bayon Tempel gross. Danach zerstreut sich die Masse.

Video
Die Ruinen beeindrucken vor allem vor Ort. Die Grösse und die architektonischen Eigenschaften sind mit der Kamera schwierig einzufangen. Mein Video gibt ein paar Impressionen der Ruinen wieder.

Die Bilder sind vor allem aus Angkor Wat, Angkor Tom (Der Bayon Tempel mit den vielen Gesichtern ist ein Teil davon) und Ta Prohm, dort ist der Tempel noch fast wie vor 150 Jahren, als Henri Mouhot ihn entdeckte. Von riesigen Bäumen umwurzelt.

Die Musik ist Khmer Hochzeitsmusik (Khmer ist die grösste Volksgruppe in Kambodscha). Minenopfer spielen die Instrumente, also Menschen mit fehlenden Beinen, Armen oder anderen Handicaps.

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5 Antworten

  1. greyowl says:

    Fast wie aus Narnia! Sehr beeindruckend, aber o so tot!

    “nur die Götter durften in steinernen Gebäuden wohnen” Interessant! In Finnland sagt man: steinerne Häuser sind nur für das Vieh geeignet; Menschen brauchen hölzerne Häuser, weil Holz viel besser isoliert.

  2. Uwe says:

    Ich war letztes Jahr in Thailand und bin noch immer begeistert. Leider kann ich bestätigen das die Reisegruppen ziemlich nervend sind wenn man sich dieses beeindruckende Bauwerk in Ruhe ansehen möchte. Trotzdem möchte ich diese Eindrücke nicht missen!

  3. Judith says:

    Läuft der Film also bis am Schluss? Geht ca. zweieinhalb Minuten und hat am Schluss einen schwarzen Ausblender und Fadeout in der Musik. Konnte es selber nicht nachprüfen (Langsames Internet) und bekam verschiedene Rückmeldungen auf Twitter.

  4. Ja er läuft bis am Schluss. Du schaffst es einige tolle Stimmungen durch das Internet bis zu uns zu schleusen, gratuliere.

  5. Chris says:

    Ich war im letzten jahr in angkor wat- es war mein traumziel und ist seitdem geblieben.
    von den tempeln geht eine magische anziehungskraft aus- die über und über vom dschungel bewachsenen tempel- die flirrende hitze- wahnsinn.
    ich kann es nur empfehlen und bin bestimmt nicht zum letzten mal dagewesen

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