Transsib: Unsere Route
Am 30. September 2009 startet unsere Reise. Wir fahren mit dem Zug von Basel direkt nach Moskau. 40 Stunden dauert die Fahrt. Zwei Tage werden wir in Moskau verbringen, bevor die Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn los geht. Aber dann gehts wirklich los: Vier Tage leben wir in einem Viererabteil in der Transsib. Wir sind jetzt bereits gespannt auf unsere “Zimmergenossen”. Vielleicht sind wir dann auch froh um eine kleine Pause in Irkutsk. Dort bleiben wir vier Tage. Soll eine spannende Stadt sein und der Baikalsee liegt ganz in der Nähe.
Irkutsk – Ulan Bator
Zwei weitere Tage Transib bringen uns nach Ulan Bator, die Hauptstadt der Mongolei. Anfangs Oktober kann es dort bereits empfindlich kalt werden. Im September liegt die Durchschnitttemperatur noch bei 8,1°C, im Oktober fällt sie auf -0,9°C. Wir hoffen, dass sich die Septembertemperaturen Anfang Oktober für uns noch etwas halten. Da wir die Extrem-Winterausrüstung nicht mitnehmen möchten, reisen wir nach vier Tag Mongolei auch bereit weiter nach Peking.
Peking und dann?
Um Peking zu erreichen brauchen wir mit der Transsib nochmals knapp zwei Tage, am 17. Oktober sollten wir Peking erreichen. Wir fahren durch die Wüste Gobi an der chinisischen Mauer vorbei und erreichen dann Chinas Hauptstadt. Ab China ist alles offen. Im Lonely Planet sahen wir bereits ein “Mittelklassehotel” für zwei Franken pro Nacht. Für drei Franken gibt’s sogar ein Zimmer mit Bad. Wir werden uns also irgendwo einquartieren, unsere Reise weiterplanen, den nächsten Zug buchen und dann in aller Ruhe die Stadt erkunden.
Buchug über Globetrotter:
Die Reise mit der Transibirischen Eisenbahn inklusive allen Übernachtungen und Trasfer habe wir über Globetrotter gebucht. Wer mit der Transsib reisen will, muss die Route vorher festlegen, mann nicht spontan in den Zug steigen oder aussteigen. Es braucht Reservationen. Als Einstieg finden wir die Buchung über ein Reisebüro optimal. Sind die ersten 17 Tage einigermassen organisiert und wir haben Zeit “auf unserer Reise anzukommen” und in das Abenteuer noch relativ entspannt einzusteigen. Wir stellen uns das zumindest im Moment noch so vor. Ab Peking sind wir dann auf uns selbst gestellt.
Globetrotter arbeitet mit der Lokalbevökerung zusammen. In Irkutsk und in Ulan Bator vermittelte der Reiseanbieter Übernachtungen bei “Einheimischen”. Es heisst, dass die Leute oft kein Englisch sprechen und das Bad mit ihnen geteilt wird. Im Oktober werden wir Euch hier hoffentlich mehr dazu berichten.
Kosten:
Viele fragten uns nach dem Preis. Das ganze Paket kostet uns 1940 SFr. pro Person. Für diesen Preis sind wir 16 Tage unterwegs (Moskau – Peking), alle Übernachtungen sind inbegriffen und die Transfers vom Bahnof zum jeweiligen Übernachtungsort sind auch dabei. Wenn man in der 1. Klasse fahren möchte, also im 2er-Abteil, bezahlt man einiges mehr.
Es wäre sicher auch möglich, die Tickets irgendwie direkt zu beziehen und Geld zu sparen. Es wird jedoch empfohlen, die Tickets einige Wochen vorher zu kaufen. Am Tag zuvor am Ticketschalter in Moskau aufzutauchen funktioniere nicht, las ich. Aber vielleicht gibt’s da auch andere Erfahrungen? Wir haben uns nicht weiter informiert und uns, wie erwähnt, bewusst für einen “organisierten Einstieg” entschieden.


Hey! Ich wünsche Euch eine gute Reise! Ich bin schon sehr auf Eure Eindrücke gespannt. Ich habe die selbe Tour im Januar 2009 gemacht – da habt Ihr sicherlich angenehmere Temperaturen.
Mich würde interessieren, mit welchen Zügen Ihr von Basel nach Moskau fährt. Über Deutschland oder auch über Wien?
Liebe Grüße
Gerry
[...] Judith bereits geschrieben hat, haben wir die Zugreise bei Globetrotter (Globotrain) zusammengestellt und über sie auch [...]
Hallo Gerry,
Es gibt einen Direktzug von Basel nach Moskau. Der Zug fährt kreuz und quer durch Deutschland (naja, da übertreibe ich etwas) und dann nach Osten via Weissrussland nach Moskau. Das Halbtaxabo der SBB bringt Ermässigung bis an die Grenze Deutschland/Weissrussland.
Kostenpunkt dennoch bei CHF 450 plus ein Transfervisum für Weissrussland. Fliegen ist wohl günstiger
Gruss,
Sam
Fliegen ist ziemlich sicher günstiger – auch wenn man es auf die Gesamtstrecke bis Peking sieht. Aber die Zugfahrt ist umso spannender. Und ich finde, es stimmt schon gut ein, wenn man sich erst mal Moskau langsam nähert und man sieht, wie sich Menschen und Landschaft verändern. Das war bestimmt mein größter Kulturschock, als ich in den Russischen Schlafwagen in Wien eingestiegen bin. Kein Mensch einschließlich Schaffner spricht mehr Deutsch und ich hab mich gefragt “Was mach’ ich hier eigentlich?” Aber da ging’s auch schon dahin. *gg* Ich bin mir sicher, Ihr werdet’s auch genießen!